Fluktuationsüberblick 2023
Worauf sollten wir achten, wenn wir einen schwer gewonnenen neuen Mitarbeiter langfristig im Unternehmen halten möchten? Wie können wir seine erfolgreiche Integration fördern und dadurch gleichzeitig die Effizienz unseres Unternehmens steigern? Welche Herausforderungen prägten die Mitarbeiterfluktuation im Jahr 2023 und können wir uns als Führungskräfte gezielt darauf vorbereiten, diesen zu begegnen? Diesen Fragen widmen wir uns in unserem Jahresrückblick.
Gemini HR engagiert sich seit zehn Jahren für die qualifizierte Arbeitnehmerüberlassung sowie für die Vermittlung von Arbeitsplätzen, an denen Mitarbeiter Wertschätzung erfahren und langfristig bleiben können. Deshalb ist es uns wichtig, unsere Partner regelmäßig über aktuelle HR-Trends und Entwicklungen zu informieren, um gemeinsam ihre Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu steigern. Das Jahr 2023 stellte dabei sowohl HR-Verantwortliche als auch Personaldienstleister vor besonders vielfältige Herausforderungen.
Das vergangene Jahr war gleichzeitig von wirtschaftlicher Stagnation und starken Schwankungen geprägt. Diese Entwicklung hatte erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und führte zu einer kontinuierlichen Neuordnung der Beschäftigungssituation. Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen verschiedener HR-Dienstleister, die unter Arbeitnehmern durchgeführt wurden, zeigen ein klares Bild der Top-3-Gründe für Mitarbeiterfluktuation – sowohl bei Angestellten als auch bei gewerblichen Mitarbeitern.
Werfen wir einen Blick auf diese Ursachen:
Unzureichende Vergütung
Die Jahre 2022 und 2023 waren für Arbeitgeber von einem permanenten Wettlauf um wettbewerbsfähige Löhne und Gehälter geprägt. Viele Unternehmen reagierten mit mehrfachen Gehaltserhöhungen innerhalb des Jahres, zusätzlichen Benefits sowie weiteren Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, um die Belastungen durch die außergewöhnlich hohe Inflation abzufedern.
Besonders schwierig war die Situation für Unternehmen, die bereits zuvor keine konkurrenzfähigen Vergütungen anbieten konnten. Vor allem gewerbliche Mitarbeiter, die oftmals um ihre tägliche Existenz kämpfen, sahen im Arbeitsplatzwechsel häufig die einzige Möglichkeit, ihre finanzielle Situation zu verbessern.
Ein schlechtes Verhältnis zur Führungskraft
Eine ungeeignete Führungskraft wirkt sich erheblich auf das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter aus. Langfristig sinken Motivation und Leistungsbereitschaft, was letztlich häufig zur Kündigung führt. Zu den größten Problemen gehören eine mangelhafte Kommunikation, ein autoritärer Führungsstil sowie unzureichende fachliche Kompetenzen.
Die gezielte Weiterbildung von Führungskräften ist eine vergleichsweise einfache und kostengünstige Maßnahme, die sich langfristig deutlich auszahlt. Schließlich verursacht die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter wesentlich höhere Kosten und bindet deutlich mehr Ressourcen als die Bindung bestehender Beschäftigter.
Fehlendes Onboarding
Unabhängig von der Position gilt: Erhält ein neuer Mitarbeiter zu Beginn nicht genügend Aufmerksamkeit und fehlt eine strukturierte Einarbeitung, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich nicht wohlfühlt. Dadurch entstehen weder Vertrauen noch eine langfristige Bindung an das Unternehmen.
Deshalb sollte jedes Unternehmen der erfolgreichen Integration neuer Mitarbeiter höchste Priorität einräumen. Ein klar strukturiertes Onboarding-Konzept ist dabei entscheidend. Dieses muss keineswegs aus einem komplexen, mehrseitigen Regelwerk bestehen. Bereits eine übersichtliche Checkliste mit den wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten reicht aus, um den Grundstein für ein erfolgreiches Onboarding zu legen.
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