Die TOP-Themen im HR für 2024
Mitarbeiterbindung, die Rolle der sozialen Medien im Recruiting, der steigende Bedarf an Weiterbildungen, Employer Branding, der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden werden auch in diesem Jahr zentrale Themen im HR-Bereich sein. In unserem nächsten Blogartikel gehen wir der Frage nach, wie Unternehmen diese Herausforderungen in den kommenden Monaten in Chancen für nachhaltiges Wachstum verwandeln können.
Die Personalabteilungen stehen heutzutage vor immer komplexeren Aufgaben. Neben Mitarbeiterbindung, Recruiting und dem rasanten Einzug von KI gewinnen auch Employer Branding und die kontinuierliche Organisation von Weiterbildungen zunehmend an Bedeutung. Immer häufiger wird von HR erwartet, gemeinsam mit dem Management an der strategischen Planung mitzuwirken. Durch die stetig wachsenden Aufgaben und neuen Herausforderungen müssen HR-Fachkräfte strukturierter und bewusster zusammenarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. HR sollte dabei als verbindende Brücke zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden fungieren und ein flexibles sowie unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen.
Die Meinungen innerhalb der Branche gehen zwar teilweise auseinander, dennoch lässt sich allgemein sagen, dass die folgenden Herausforderungen das HR-Jahr 2024 besonders prägen werden.
Nicht gehen lassen! Mitarbeiterbindung – aber wie?
Der Erfolg der Mitarbeiterbindung basiert auf zwei wesentlichen Faktoren. Einer davon ist das Onboarding. Laut den Erfahrungen von Rózsa Fülöp, Geschäftsführerin von Gemini HR, schenken viele Arbeitgeber der Einarbeitung neuer Mitarbeitender noch immer zu wenig Aufmerksamkeit.
„Oft werden keine festen Ansprechpartner für neue Mitarbeitende bestimmt, oder es fehlen Zeit und strukturierte Prozesse für ein professionelles Onboarding. Die Folge ist eine besonders hohe Fluktuation bereits innerhalb des ersten Monats nach dem Einstieg“, betont die Expertin.
Der zweite entscheidende Faktor ist die Bedarfserhebung. Die Erwartungen der Mitarbeitenden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Was früher motivierend war, ist heute nicht mehr unbedingt ausreichend. Arbeitgeber sollten daher regelmäßig die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden analysieren – beispielsweise mithilfe interner Umfragen per E-Mail oder im Rahmen von Meetings.
Mit dem Smartphone in der Hand – Die Rolle sozialer Medien im Recruiting
In nahezu allen Branchen ist die Nachfrage nach Blue- und White-Collar-Fachkräften gestiegen. Dadurch müssen HR-Verantwortliche deutlich proaktiver agieren. Neben klassischen Jobportalen spielen soziale Medien inzwischen eine immer wichtigere Rolle im Recruiting.
„Es lohnt sich, die Recruiting-Strategie danach auszurichten, welche Zielgruppen auf welchen Plattformen erreicht werden können. Dort lassen sich auch passive Kandidat ansprechen, die aktuell nicht aktiv auf Jobsuche sind, aber bei einem attraktiven Angebot durchaus wechselbereit wären“, erklärt Rózsa Fülöp aus der Praxis.
Trainings und Weiterbildungen als Anziehungskraft
In den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche neue Berufsbilder entstanden. Oft werden Positionen in mehrere Rollen aufgeteilt oder durch technologische Entwicklungen völlig neue Tätigkeitsfelder geschaffen. Dadurch wird es zunehmend schwieriger, Kandidat zu finden, die ohne zusätzliche Schulungen sofort vollständig einsetzbar sind.
Gleichzeitig suchen Arbeitnehmende immer häufiger nach Unternehmen, die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Besonders die Generationen Y und Z legen großen Wert darauf. Bei älteren Arbeitnehmer können Umschulungen oder Weiterbildungsmöglichkeiten wiederum ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers sein.
Sei sichtbar! – Employer Branding
Employer Branding sollte heute nicht nur für große Konzerne relevant sein, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben möchten. Besonders wichtig ist dabei, dass sowohl bestehende als auch potenzielle Mitarbeitende die Unternehmenskultur und die Werte des Unternehmens kennen.
Employer Branding spielt sowohl im Recruiting als auch bei der Mitarbeiterbindung eine bedeutende Rolle – insbesondere bei den jüngeren Generationen. Junge Menschen entscheiden sich oft eher für ein bekanntes Unternehmen, dessen Werte ihren eigenen näherstehen, als für einen „unsichtbaren“ Arbeitgeber.
Gefahr oder Chance? – Der Einsatz künstlicher Intelligenz
Expert gehen davon aus, dass künstliche Intelligenz bestimmte Aufgabenbereiche übernehmen könnte und dadurch Arbeitsplätze wegfallen könnten. Dieses Thema betrifft und beschäftigt immer mehr Menschen. Deshalb hält die Geschäftsführerin von Gemini HR es für besonders wichtig, sich damit auseinanderzusetzen.
„Wenn wir lernen, KI sinnvoll in unsere Prozesse zu integrieren, sehe ich darin langfristig kein Problem. Denkbar ist der Einsatz etwa in der ersten Phase des Recruitings oder bei der schnelleren und einfacheren Erstellung von Werbematerialien. KI kann HR künftig viel Zeit und Energie sparen, sodass mehr Raum für strategische und wichtige Aufgaben bleibt.“
Sich auch wohlfühlen! – Mitarbeiterwohlbefinden („Wellbeing“)
Seit der Covid-Pandemie achten Unternehmen verstärkt auf die körperliche und mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Langfristig kann dies zu besserer Leistung, höherer Motivation und geringerer Fluktuation führen.
Der Wunsch nach zusätzlichen Gesundheitsleistungen hat deutlich zugenommen. Deshalb bieten Unternehmen immer häufiger medizinische Vorsorgeuntersuchungen oder Präventionsprogramme als Zusatzleistungen an.
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